der plan

Eigentlich gab es keinen. Zumindest keinen Detaillierten.

Planen fällt mir schwer

Ich habe es probiert. Habe vor der Tour versucht mit einer Navigationssoftware eine detaillierte Streckenführung zu ermitteln, mit der ich dann ganz einfach vor dem Start mein Navi füttere und die ich dann abfahre. Steht die Planung lassen sich daraus ja auch die Orte der Übernachtung ableiten. So besteht die Möglichkeit bereits vorher Übernachtungen zu buchen, Zeltplätze klarzumachen und alles andere zu organisieren.

Soweit die Theorie.

Die Praxis war für mich so, dass ich als „Schottland Newbie“ nur schwer beurteilen konnte, auf wieviel Kilometer pro Tag ich gerade Lust habe oder mir wegen der dortigen Strassen- oder Witterungsverhältnisse möglich erscheinen. Deswegen habe ich das sehr schnell wieder gelassen.

Mein Plan war ein Zettel mit ein paar Orten, die mir nach einiger Recherche interessant erschienen und die ich auf jeden Fall besuchen wollte. Teil meines Planes war es auch eine Rundreise daraus zu machen, mit welcher ich die Möglichkeit habe einen gewissen Überblick über Schottland zu bekommen.

Tatsächlich vorab gebucht habe ich nur die Fährüberfahrten von Ijmuiden nach Newcastle und zurück.

Nun weiß ich ein wenig wie der Hase läuft (in Schottland) und das nächste Mal kann ich es ja nochmal mit einer detaillierten Planung bereits vorab versuchen 😉

Andererseits muss man natürlich sagen, dass es bei der Übernachtungssuche (und gewissen schottischen Fährverbindungen) schon entspannen kann, wenn man bereits vorher alles unter Dach und Fach hat. Aber dazu später mehr.

Anders schaut es bei Vorbereitungen rund um mein Motorrad oder mein Reiseequipment und aller sonstigen Dinge aus.

Die Vorbereitungen

Mein Motorrad bietet ja mit seinen Koffern und anderen Möglichkeiten da was anzubringen schon mal eine ganz gute Basis.

Ich habe zusätzliche Taschen auf den Koffern, z.B. für das Regenzeug um an dieses schnell ranzukommen ohne die Koffer öffnen zu müssen.

Dann habe ich Taschen an den Seitenbügeln für allen Kleinkram, wie z.B. Ersatzhandschuhe, Erste Hilfe Kram, Werkzeug usw.

Auf meinen Tankrucksack habe ich dieses Mal verzichtet und mich stattdessen für eine Kartentasche (mit Klarsichthülle) auf dem Tank entschieden.

Meinen bisher genutzten Packsack habe ich durch eine Ortlieb Tasche ersetzt. Diese ist genauso dicht, besser tragbar und man muss nicht immer alles ausräumen um an die unteren Sachen ranzukommen.

Fahre ich mit dem Motorrad etwas länger mit Gepäck weg, komme ich ähnlich wie beim Wandern, schnell in die Versuchung Dinge irgendwie miniaturisieren zu wollen, sozusagen als Alternative zum Verzicht.

Denn soviel Platz, wie man glaubt, ist in den Koffern nicht.

Beide Alternativen sind ein wenig mühselig. Verzicht bedeutet sich bewußt dazu zu entscheiden und dann die Sache eben nicht dabei zu haben.

Und miniaturisieren bedeutet diese Dinge erstmal in Miniaturform zu finden, zu prüfen ob diese Sinn machen und sie dann ggf. zu beschaffen.

Mein Equipment für die Tour sieht ungefähr so aus

  • Eine Schottlandkarte 1:400.000 von Reise Know How,
  • Reiseführer Schottland von Andreas Neumeier Michael Müller Verlag* – individuell reisen,
  • Ein entsprechend kleines und leichtes Zelt (dennoch mit ausreichender Wassersäule, ich will ja nach Schottland),
  • eine kompakte und einigermaßen komfortable Schlafmatte (Therm-A-Rest aufblasbar),
  • ein schlanker Schlafsack (Schlafsäcke können riesig viel Platz wegnehmen!),
  • ein kleines und leicht handelbares Koch- und Essgeschirr sowie einen Gaskocher,
  • ein Grundvorrat an Lebensmitteln um notfalls überall zelten zu können,
  • zusätzliches Werkzeug welches über das schmale Bordwerkzeug der BMW hinausgeht aber dennoch nicht zu viel Platz wegnimmt,
  • wasserdichte Packsäcke in verschiedener Größen für die Klamotten und den Schlafsack,
  • Waschzeug, Handtuch sowie Klamotten und Schuhe, wenn man mal nicht Motorrad fährt,
  • und aus Luxusgründen: Regenschirm, Notebook, Reiseliteratur, Kopfkissen und einen italienischen Kaffeekocher.
Mein Zelt
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*Ich fand den oben genannten Reiseführer soweit ok für meine Zwecke, allerdings habe ich jetzt auch nicht das gesamte Angebot aller möglichen Schottland-Reiseführer gecheckt. Obgleich solche Reiseführer natürlich schon immer ein ganz schönes Gewicht haben (Thema: Miniaturisierung). Aber dieses Dilemma lässt sich, wenn überhaupt wohl nur digital mit einer smartphone App oder eventuell mit einem elektronischen Bookreader lösen. Ich befürchte aber zumindest bei einer App mit gewissen Einschränkungen hinsichtlich des Inhalts. Deswegen habe ich das nicht gemacht.